Buchrezension „Schlank gleich glücklich?“

Ich lese leidenschaftlich gerne Bücher, Artikel und Studien über meine Interessen und den Weg der dazu geführt hat, das Leute sich in ihrer Haut besser fühlen. Auch wenn es  nicht mit meinen Erfahrungen übereinstimmt, bin ich wahnsinnig neugierig , was bei denen gepasst hat und was nicht.

In diesem Fall ist es ja direkt wie nach Hause kommen. Mit ihrem Buch, „Schlank gleich Glücklich? Was Abnehmen mit Glücklichsein zu tun hat und warum wir viel öfter Arschbomben machen sollten“,  hat Romina Scalco den Zeitgeist von Lchf getroffen. Ich bin auch der Meinung das es ein entscheidender Punkt bei Lchf ist, sich wohlzufühlen und fit zu sein, ja sogar glücklich zu sein, ist viel wichtiger als was auf der Waage steht.  Klar gibt es Verbesserungen im Körperumfang  und die Fettabnahme ist auch toll, nur es ist in meine Augen nicht viel Wert, wenn man sich nicht annimmt und an seinem Selbstwertgefühl arbeitet.  Die Waage erzählt eh nie die ganze Wahrheit! Was hat gut auszusehen und sich wohlfühlen mit Kilos auf der Waage zu tun?!

Grundlagen erklären

An dem Buch schätze ich, als erstes, die gut ausgearbeiteten Grundlagen zur Lchf. Wieso nicht Gluten, was ist eigentlich mit dem Zucker und die wichtige Frage –  ist erhöhtes Cholesterin die hauptsächliche Ursache zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen.  Siehe Seite 43. Es ist vom Vorteil dass Romina Scalco, die Grundlagen-Forschung mit Studien erläutert.  Damit kann man die eigenen Gehirngespinste – die am Anfang laut ihre Skepsis gegen gesättigte Fette auf dem Teller kundtun, beruhigen.

Ich weiß noch wie gestern, wie es war im April 2013, als ich mich getraut habe auf mehr Fett und weniger Kohlenhydrate umzustellen. Ich habe zwar die Wissenschaft der da hinter steckt, zwei Jahre ausgiebig recherchiert aber ich hatte trotzdem ab und zu ein mulmiges Gefühl. Fett macht Fett?! Als meine Schwestern und ich noch Kinder waren, hat meine Mama gesagt, dass Kokosöl nie aus den Fettzellen rauskommen kann. Es wird nur gelagert und ist zu schädlich um benutzt zu werden! Und doch war ich dabei, mehr als ein Esslöffel von selbstgemachter Sauce Bearnaise auf meine Gemüse zu löffeln. Auch wenn ich heutzutage weiß dass ihr Wissen eigentlich den Transfetten galt, saß die Fettangst tief verwurzelt. Ich habe zwar nie Lätta oder fettarm gegessen aber auch nie viel gesättigte Fette. Sodele, nach dem kleinen Ausschweifen zurück zu, warum ich denke, dass viele etwas von Romina Scalcos Buch haben können.

Eigenen Erfahrungen

Der zweite wichtige Punkt ist , dass sie ihre eigenen Weg zu Lchf und Wohlfühlen gut beschreibt. Ich denke wir sind recht viele die im Sumpf von „verarbeiteten Kohlenhydrate“, sich am „Riemen reißen“ und mit den Ernährungsempfehlungen von der DGE gescheitert sind.  Ich konnte nicht mal an Diät denken ohne Hunger zu bekommen. 🙁

Mit ihren offenen und ehrlichen Worte, hat sie mir die Scham und Schuldgefühle ein Stück nehmen können und wird das sicher auch bei anderen Lesern schaffen. Die Schuldgefühle kommen häufig vor bei Menschen die vielen Diäten probiert haben.  Vielleicht hast du auch – wie ich – gedacht das irgendwas mit dir nicht stimmt.  Eigentlich lag es zum Teil an das Essen, was nicht richtiges Essen – #realfood –  gewesen ist und die auch zum Teil zu Störungen wie Insulinresistenz und oder Nährstoffmängel geführt hat.

In dem Buch werden auch Begriffe wie „Insulinhunger“ und „emotionaler Hunger“ erklärt. Damit ebnet sich der Weg zu den Kapiteln über „Glücklichsein“ wie der Buchtitel verspricht. Lchf ist einfach mehr als die Insulin- oder Kalorien-Hypothesen. Darüber können wir uns, also diejenigen die Lchf wissenschaftlich ergründen wollen, lange unterhalten und unterschiedlichen Studien heranziehen mit  Belegen die dafür und dagegen sprechen.

Das Buch hat viele Aspekten, die ich hier nicht im Voraus verraten werde. Wie meine Kinder sagen, der Film/ Serie/ Artikeln nicht „spoilen“, nach dem Englischen, Points verraten.  Ich springe deshalb gleich zu der Happiness-Formel.   Hier spricht Romina Scalco Bereiche und Übungen an, die ich für unerlässlich in der Arbeit  mit dem Abnehmen finde. Es gibt, finde ich, Übungen für jeden. Welche, die ich schon lange benutz habe, wie die Dankbarkeitsübungen aber auch neue wie „Dein bestes Ich“ auf Seite 199. Ich freue mich darauf es auszuführen weil solche Übungen mir hinterher sehr viel Freude bereiten. Es ist spannend zu merken was mein innerstes Ich tatsächlich wichtig findet. Denk auch dran extra Zeit zum Tanken und Aufbauen nachher einzuplanen. Arbeit mit sich selber bereitet viel Freude aber ist auch harte Arbeit . Man kann sich hinterher mit lustigen und schönen Sachen wie mehr Arschbomen „belohnen“.

Vielen Dank Romina für dein tolles Buch und ich freue mich auf das nächste!

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