6 Gründe für Kälteanwendungen für Frostbeulen bei Menschen mit Hashimoto oder Menschen mit kalten Füßen und Händen Oder warum ich mir die Kälte antue ;-)

 

Seit letztem Jahr habe ich mir überlegt wie und was ich zur Kälteanwendungen im Blog schreiben könnte. Das Thema ist so was wie Gemüsesaft-Fasten oder Saunieren. Es kommt und geht in den glanzvollen Magazinen und Gesundheitsportalen wie der Komet Halley nur nicht mit einer Regelmäßigkeit von 76 Jahren, sondern von etwa 10 Jahren. (Der Komet Halley ist sehr lichtstark und kehrt im Mittel alle 76 Jahre wieder. Zuletzt kam er 1986 in die Erdnähe; seine nächste Wiederkehr wurde für das Jahr 2061 berechnet.) Das Rad muss nicht von mir neu erfunden werden und das wiederverwenden alter Ideen ist ökonomisch richtig. Deshalb hebe ich mir auch Weihnachtsmagazine auf und lese die jedes Jahr mit Genuss. Ist eh gleich gemütlich wie neue Magazine und gibt mir Inspiration zu neuen Basteleien wie schöne Schablonen aus Stearine auf den Blockkerzen zu kleben, oder die Fenstern mit Schneeflocken geschnitten aus weißem Papier zu dekorieren. So an diese Stelle könnte ich glatt ein paar Links anfügen zu Blogs und Zeitungen, wo man Kältetherapie ausgiebig diskutiert hat. Aber ich habe gedacht ich mache es hier kurz und knackig nach der etwas längeren und ausschweifenden Einleitung ;-).

Cave, Menschen mit Herzbeschwerden, Asthma oder ähnliches sollten immer erst mal Absprache mit dem Arzt halten bevor man mit wissenschaftlich belegten starken Methoden loslegt.

Es geht los!

Wenn man anfängt, seine Gesundheit in eine andere Richtung zu lenken und merkt, dass es wirkt und  man das richtigen Gespür dafür hat, wird man oft wie ein Bluthund. Man gibt sich jetzt nicht mit den kleinen Leckerlis zufrieden, sondern will und braucht den Hauptgang, um sich wieder fantastisch zu fühlen. Sich ein bisschen fantastisch und gut drauf zu fühlen ist jetzt nicht die Belohnung genug. Man fängt an, die außergewöhnlichen Veränderungen, die man erreichen könnte, als erreichbare Ziele zu sehen.

Beispiele:

  • Eine Person mit Diabetes Typ 1 und 2 ist jetzt vielleicht nicht zufrieden mit einem gehemmten Verlauf seiner Erkrankung, sondern will es revidieren.
  • Eine ältere Frau mit Nebennierenschwäche möchte nicht nur gut nachts schlafen, sondern auch Muskeln aufbauen statt ständig Bein- und Armmuskeln zu verlieren, wie das oft in dem dritten Stadium der funktionellen Störung ist.
  • Ein junger Erwachsener mit Konzentrationsschwierigkeiten merkt die Verbesserungen und beschließt, dass er sich so viel Vertrauensvorschuss geben kann, dass er sich die ersehnte Ausbildung vornehmen kann. Ich will= ich kann!
  • Jemanden mit abgeschlossener Krebsbehandlung, wo man das Go der Ärzten als geheilt bekommen hat, will für nicht nur die nächsten Jahre planen, sondern für ein langes glückliches Leben.

Das sind Gewinne, die mir immer ein glückliches Schaudern und Gänsehaut geben.

 

Und nach einiges an Recherchen und sich inspirieren lassen von Menschen, denen man vertraut, die es einem vormachen, sucht man sich Methoden aus, die einem in den „eigenen Kram“ passen könnten. Ob ganz veränderungsbedürftig mit einem Umzug nach Neu Guinea oder alle alte Beziehungen kappen oder einen neuen Beruf wagen. Oder kleine Veränderungen wie Körperbewegungen und Tricks wie die Hände und Gesicht jeden Morgen und Abend kalt abzuspülen. Ich bin dafür, dass man es aus eigenem Antrieb macht und sich selber dabei gut beobachtet. Auch wenn der Partner oder beste Freundin liebevoll drängelt. 😉 Was tut mir gut? Was ist mein Ziel mit der Veränderung? Was hat geholfen oder was kann als interessantes aber sonst nutzloses Experiment wieder in die Vergessenheit geraten.

Bei mir haben sich die Kälteanwendungen als etwas sehr sinnvolles und spirituelles herauskristallisiert.

  1. Eine Überwindung, die hinterher in einem Dopamin-High resultiert, die einige Zeit lang am Tag anhält.
  2. Ich denke an alle Studien, die zeigen dass es entzündungshemmend ist und wie gut es meinen autoimmunen Erkrankungen tut, dass ich mich den ganzheitliche Methoden widme.
  3. Es ist wie Fußsohlenakupunktur barfüßig auf dem Asphalt rumzulaufen. Später dann Gehweg bis ich am Feld ankomme. Da kann ich auswählen, wie viel oder wenig Kieseln ich meine Fußsohlen aussetze. ;-p. Gras ist sehr angenehm oder im Wald, im Moos.
  4. Sind negative Ionen und Grounding ein Begriff für Dich? Barfüßig in die Kälte rauszugehen ist etwas, womit ich den Mangel an negativen Ionen drin im Haus oder im Auto ausgleiche. Mit einem Hund wie unsere Sanna, ist der Mangel nicht eklatant, weil sie ja mir welche abgibt, wenn ich sie streichele, aber trotzdem denke ich, dass es mir sehr gut tut.
  5. Der Vagusnerv, der 10. Gehirnnerv wird von den Kälteanwendungen angeschaltet und gibt uns den nötigen Wechsel ins Parasympathikus. Wo Prozesse im Körper wie Verdauung, Erholung, Hormonaufbau im Körper auf höchste Priorität gesetzt sind. Ich habe oft diffuse Verspannungen seit der Kindheit und habe gemerkt, dass ich eine starke Neigung zu „tired but wired“ habe. Das ist sowas wie – „müde und ausgelaugt aber zu aufgedreht, um sich erholen zu können“. Wenn die Gedanken umher schwirren mit einer Frustration zur Folge und keinem Schritt nach dem anderen befreiendes Tun. Da tut mir eine Pause mit Kälte und eventuell Barfußlaufen besonders gut. Ich katapultiere mich in das JETZT. Ich kann die kleinen schönen Sachen im Leben wieder wahrnehmen und schätzen. Ich finde zu meiner Ausgeglichenheit wieder. Aus der Klarheit kann ein produktives Schaffen entstehen. Mein Lieblingszustand mit dem Flow-Gefühl, das zwar nicht von Dauer sein kann aber oh so schön ist, wenn man sich darin befindet.
  6. Wenn ich kalt geduscht habe oder draußen war, heizt sich mein Körper wieder auf. Der Durchblutung ist so toll und tut wirklich gut. So muss ich mir nicht mehr und mehr dicke Wollsocken und Schals anziehen, sondern kann in normalen Klamotten meine Körpertemperatur bewahren. Es ist ein bisschen wie eine Trainingseinheit. Die Zellen werden angeregt, sehr viel Wärme zu erzeugen.

Wie fange ich an

Der Vorgang ging von den ursprünglichen Bereichen am Körper, den Kältereiz zu geben. Die sind am Nacken, Hände und vor allem Gesicht. Intuitiv fängt man nie mit dem empfindlichen Bauch an. Das heißt bei jeder Kälteanwendung habe ich mir Mühe gemacht und mit diesen Bereichen angefangen.

Danach habe ich mir Kühl-Akkus auf den Magen gelegt und geschaut wie der Haut ausschaut. Rosig aber kühl ist gut. Blass und mit weniger Sensibilität ist ein Warnsignal. Zu wenig Omega 3 zu Omega 6 in den Zellen, damit man der Kälte gut ab kann. Hier kommen keine Ernährungstipps, sondern nur eine Bestätigung, dass man hier schnell etwas dagegen unternehmen kann und die Fettverteilung im Körper verändern, und zwar im Zellbereich. Ich fing mit 5 Minuten an. Der Kühl-Akku in einem Handtuch eingewickelt. Extra Punkte dafür, dass der schöne Bauchspeck seine Aufmerksamkeit bekommt. :-D.

Weiter ging es mit längeren Wirkzeiten und auch weniger Stoff zwischen mir und dem Akku. Irgendwann war ich bereit für kalt baden und auch kalt duschen. Eisbädern waren noch nicht mein Fall. Wer extra Kalorien verheizen möchte, könnte eiskaltes Wasser mit Eiswürfeln trinken. Mehrere kleine Bäche..;-)

Ich denke, es ist nicht wichtig, dass ich die Extreme mache, sondern, dass es in mein Leben hineinpasst.

Aber auch tagtäglich weniger Klamotten an und keinen Schal tut mir gut. Im Auto kühler zu haben, aber auch im Haus sind Konsequenzen daraus. Das sind einigen Maßnahmen, die ich bis jetzt ausprobiert und einverleibt habe. Vielleicht schreibst Du mir hier oder im Facebook, welche Erfahrungen Du damit gemacht hast. Würde mich tierisch freuen.

Was sind Deine besten „Biohacks“, um im Winter einen kühlen Kopf zu bewahren? Ich freue mich auf Deine Erfahrungen.