Slowcooker Tipps

Hallo ihr lieben!

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und so langsam bekomme ich Lust wieder zu kochen und essen 🙂 . Man kann es kaum glauben aber mich, Vielfraß und Genussmensch ist der Hunger und ein Teil des  Appetits abhanden gekommen als es so warm heiß war.

Ich weiß ganz viele von euch haben ein Slowcooker zu Hause. Hier kommen einige Tipps und Vorschläge für die Benutzung.

Für diejenigen die wissen wollen was ein Slowcooker ist, hier eine kurze Erklärung. „Der Crockpot (Slowcooker) ist ein schwerer, glatter Keramikeinsatz, der in eine Art beheizbare Hülle gestellt wird. Der Metallbehälter wird heiß, der Topf darin auch und zwar sehr langsam. Slowcooker gibt es in rund oder oval, typischerweise fassen sie 3,5 Liter oder 6,5 Liter. Erstere Größe passt gut für den „normalen“ Vier-Personen-Haushalt, letztere für sechs bis acht Personen – oder für Hausfrauen und Hausmänner, die gerne auf Vorrat kochen und etwas einfrieren.

Kochen im Crockpot oder Slowcooker ist wie Schmoren in Zeitlupe. Es muss also immer etwas Flüssigkeit vorhanden sein. Sehr wenig reicht schon, denn der Deckel schließt dicht und sollte möglichst auch nicht angehoben werden – erstens verliert der Topf dadurch Temperatur, zweitens verfliegt Flüssigkeit.

In diesem verschlossenen Garraum entstehen im Gargut Temperaturen zwischen 60 bis 70 Grad (Stufe LOW) oder 80 bis 90 Grad (Stufe HIGH). Es brodelt nichts, es verkocht nichts, es brennt nichts an. Stattdessen „zieht“ das Gericht, Aromen und Gewürze haben Zeit, sich zu entwickeln. Das sorgt für herrliche Saucen, wunderbare Suppen und Eintöpfe, köstliche Schmorgerichte mit Gemüse und Fleisch.“

 

  • Die Zutaten müssen mit Flüssigkeit bedeckt werden damit es gar kocht. Edit, Sabolein meldet dass es auch ohne Flüssigkeit geht. Sie hat es mit einem Hähnchen mehrfach ausprobiert. Wird butterzart.
  • Fülle den Slowcooker zur Hälfte bis zu 2/3 auf damit es nicht austrocknet oder überkocht.
  • Brate Fleisch und Zwiebeln an damit die Brat-Aromen da sind und die Zwiebeln gar werden können. Das Fleisch schmeckt auch ohne Vorbraten gut aber die Zwiebeln werden ganz einfach nicht gar. Nicht so lustig.
  • Setze den Slowcooker in der erste Stunde auf high und für den Rest der Zeit auf low. So geht es schneller aber die Nährstoffe bleiben erhalten.
  • Schneide Fleisch und Gemüse in gleich große Stücke. So werden sie gleichzeitig gar.
  • Umami– die fünfte Geschmacksrichtung bekommt man auch durch getrocknete gemahlene Pilz oder glutenfreie Fischsauce hin. Es gibt keinen Grund Sojasauce zu benutzen oder Maggi-Tüten mit künstlichem Natriumglutamat.
  • Überlege wie du dein Gericht andicken möchtest. Entweder nimmst Du die Sauce am Ende raus und lässt sie zusammen kochen. Eine andere Möglichkeit wäre es, verschiedene Zutaten wie ein Eigelb, Sahne/ Kokosmilch/ Butter in einem Topf auf dem Herd zusammen kochen zu lassen. Pfeilwurzmehl oder Gelatine dickt auch an. Wenn ich passierte Tomaten nehme wird es mir dickflüssig genug. Welche ist deine beste Methode um die Sauce anzudicken? Oder magst du es sehr flüssig?
  • Die meisten Gewürze und Kräuter kommen von Anfang an rein. Einige Gewürze wie Oregano und Minze verlieren ihr Aroma wenn man sie nicht am Ende der Kochzeit dazu gibt. Basilikum ist ein weiteres Beispiel davon.
  • Fast alle Brühen profitieren von einem Stück Knochen mit Sehne drauf, der mitkocht. Ich friere welche ein, damit ich immer einige Hühnerbeine da habe. Die geben eine sämige Brühe und wertvolles Collagen usw. ab.
  • Wenn du dein Gericht über den Tag fertig machen möchtest während du arbeitest kann es sich lohnen die Zutaten am Abend davor fertig zu machen. Man ist oft schneller wenn man schon während dem Vorbereiten des Abendessens auch noch das Gemüse für den Eintopf gleich putzen und schnippeln kann. Oder du machst doppelt und frierst es für einen späteren Zeitpunkt, beschriftet, ein. Alles was stressige Tage erleichtert ist erlaubt.

Was koche ich denn am liebsten im Slowcooker?

Gulasch, Bœuf bourguignon, Ghee oder Knochenbrühe mache ich sehr oft. Der Klassiker ist Pulled Beef oder Pork. So zartes Fleisch mit einer leckeren Sauce gefällt der ganzen Familie. Ab und zu mache ich Ratatouille. Ich habe auch aus Jux einen Mandelkuchen mit Zitronenüberzug gebacken. War okay, aber muss ich nicht nochmal im Slowcooker machen. Der wurde nicht gleichmäßig gebacken. Hat mich gestört aber dem Geschmack keinen Abbruch gleistet 😉

Was ist dein bestes Rezept im Slowcooker? Was soll man gar nicht drin machen? Ich bin neugierig J

Natürlich bekommst du ein Rezept von mir als Zugabe. Ich hoffe es gefällt dir. Für diejenigen die wissen wollen welche Slowcooker ich habe. Hier ist das Wunderwerk.*

Süßkartoffel- oder Knollensellerie-Ei-Auflauf

Zutaten

Ich mag Süßkartoffel wenn sie gut gewürzt ist. Sonst passt Knollensellerie oder Rettich gut in diesem Gericht.

2 Pfund gutes Rinderhack

250 g gutes Bacon

6 Eier vom Nachbarn

3 große Süßkartoffeln oder eine großer Knollensellerie

1 große weiße Zwiebel

1 große rote Zwiebel

Cayenne, Paprikapulver, Knoblauch, schwarzer Pfeffer, und am Ende Oregano. Von jedem ein Viertel bis ein halber Teelöffel.

Eine Pfanne zum scharf Anbraten

2 Esslöffel  fein gehackter frischer Koriander oder Petersilie

Kokosöl für den Boden des Slowcooker

Verarbeitung

Koche die ausgewählten Knollen oder Süßkartoffeln für 10 Minuten bis sie fast gar sind. Lass sie auskühlen. Schneide sie in mitteldicke Scheiben.

Brate die Bacon-Würfel  in Bratfett. Stelle zur Seite.

Jetzt werden die gehackte Zwiebeln und das Hack für zehn Minuten in gutem Fett gebraten. Gib die Gewürze dazu und mische alles sorgfältig.

Die sechs Eier werden in einem Mixer oder mit dem Zauberstab gemixt. Stelle es zur Seite.

Jetzt fängt das Lustige an :-D. Fette den Boden des Slowcooker sorgfältig mit Kokosöl. Lege die Knollen- oder Süßkartoffelscheiben auf dem Boden. Darauf kommt eine Schicht von der Hack-Mischung. Jetzt abwechselnd eine Lager Knollenscheiben, dann eine mit Hack – bis es zur Hälfte oder drei-Viertel gefüllt ist. Einige Bacon-Würfel kommen auch bei jeder Lager drauf.
Gieße die gemischten Eier drauf und lass alles für sechs Stunden auf low garen.  Lass es auskühlen und stelle es in den Kühlschrank, damit es fest werden kann. Vor dem Servieren kommt frischer Koriander oder Petersilie drauf.

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