Wofür ist E.Coli wichtig?

Ich kannte vorher E.Coli, Escherichia coli K-12 als die Bakterie die Magen-Darm-Probleme hervorufen kann, wenn wir sie in größeren Mengen zu uns nehmen.
E.Coli am richtigen Platz im Darm unterstützt uns und hat wichtige Aufgaben. Es produziert unter anderem Vitamine.

Ein anderes Ergebnis aus neuer Forschung ist das E.Coli aus grünen Blätter  von beipielsweise Spinat mit Hilfe eines Enzyms einen sehr ungewöhnliches Zucker, SQ Sulfoquinovose  oder 6-Deoxy-6-sulfoglukose, produzieren kann. Dieser Zucker kann nicht gespalten werden und zu Blutzucker werden, sondern dient als Futter für die wichtigen Darmbakterien. Wenn die  guten Bakterien gefüttert werden,  können die pathogenen Bakterien und Parasiten nicht überhand nehmen. Was auch die Forscher faszinierten ist dass dieser Zucker SQ, wenn er von E.Coli Bakterien, mit Hilfe von Enzymen gespalten wird, Sulfur abgibt. Vorher wusste man nur dass tierische Lebensmittel Sulfur abgeben konnten.
Wozu ist denn dieses  Sulfur bzw Schwefel ²gut?
Ja, es hilft der Leber und natürlich unserem höchsten Gut – den Darmbakterien. Lange Rede – kurzer Sinn,  iss mehr grünes Blattgemüse!

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Wie beeinflussen die Darmbakterien unsere Hunger und Sättigung?

Gewisse Bakterien im Darm signalisieren dem Gehirn, ob wir Hunger haben oder satt sind. Diese Bakterien senden gewisse Proteine aus und das menschliche Gewebe reagiert mit Produktion von Hormonen die im Gehirn für Hunger und Appetit zuständig sind. Wenn wir gegessen haben senden dieselben Bakterien andere Proteine aus, die Hormone im Gewebe zum Aufbau hervorrufen.Ein Eiweiß ist der CLPB. So bekommt der Gehirn die Signale vom Darm, „wir sind satt“.

Hormon für Hunger – GLP1, bekannt für erhöhte Insulinausschüttung.

Hormon für Sättigung – PYY

Die Bakterien  die Eiweiße produzieren, sind wieder E.Coli . Die Eiweiße gehören zu unserer Gut – Brain – Connection. Das heißt unsere Darmflora vermittelt unserem Gehirn Signale für Gefühle und Bedürfnisse.

Bei Ratten und Mäuse wurde erforscht, dass der Zeitrahmen ungefähr 20 Minuten dauerte von Beginn der Mahlzeit bis zum Sättigungsgefühl, vermittelt durch die Signale vom Darm zum Gehirn. Es wird angenommen dass dies auf den Menschen übertrgbar sein könnte, weil man die hormonelle Wirkung in andere Studien beobachtet hat. Was neu ist daran,  ist dass man zeigen konnte,  dass E.coli, mit Hilfe von Blattgemüsen, diesen Mechanismen in Gang setzen.

Es ist bekannt dass Menschen mit Essstörungen mehr Antikörper gegen CLPB haben. Ob es eine Folge oder der Ursache von der Essstörung ist, ist noch nicht bekannt.

1 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26195800

2 http://gepris.dfg.de/gepris/projekt/270766152