Transfette im Essen machen die Produkte haltbar aber was machen die mit uns?

Hallo liebe Fettfantasten!

Wie wichtig ist es das wir die „richtigen Fette“ essen? Können unsere Freunde und Familienmitglieder einiges an Transfette ab, oder sind _nur_ wir, die Fettfantasten, von ein Überverzehr an Transfette schlecht dran?

Ich habe gestern im Studio einen netten Riegel mit Cocosgeschmack bekommen. Weil ich ja eh lieber nichts aus der Packung essen will(wenn es sich vermeiden lässt) und ich auch nicht auf gesüßten Riegel stehe, dachte ich auf meinem jüngsten Sohn. Der hat heute den ganzen Tag Sport gehabt in der Schule, Hutball hieß die Disziplin und die sind zweiter geworden :-). Als Snack hatte er ein Apfel und den besagten Riegel. Er hat ganz brav gefragt ob es glutenfrei war. Finde ich toll. Ich hatte das auch beachtet während ich die lange Liste von Glukose, Maltodextrin etc gelesen hab 😉  Ok, ich weiß es war nichts wertvolles im Sinne von Lchf oder Paleo, aber ihm hat es geschmeckt und er braucht die Energie. Meine Sorge außer der Herkunft des Maltodextrins, Mais oder doch Weizen?,  ist, was für Fette da drin sind. Ist es nicht schlimm dass die Produkte glutenfrei deklariert werden können, obwohl Maltodextrin drin ist? Malzzucker ist der deutsche Name dafür und obwohl nicht jeder reagiert auf Gluten wie wir in meiner Familie, finde ich es gehört auf der Packung deklariert.

Jein ist die kurze Antwort. Es macht Sinn für uns Lchf, Keto oder Paleo auf die Fette zu achten weil wir verhältnismäßig mehr davon einnehmen. Aber sind „unsere“ Werte nicht schon  besser weil wir hauptsächlich die bessere Fette wählen und die „Normalessende“ schlechter dran? Ich denke nach eine Weile ja. Ich kann jetzt keine Studie aus der Tasche ziehen, die es beweisen kann für Menschen, aber es gibt eine für Affen, weiter unten aufgeführt. Wenn man bedenkt dass die Völker wie Jäger und Sammler 1:2-3 im Omega 3:6 Ratio hatten. Die griechische Population Anfang des 2000te Jahrhundert 1:4. Das ist gleich gut wie Japan heute. Die nördlich Teile Europas haben heute ein Schnitt von 1:15, USA 1:17 und manche, unter anderem viele Teenager, die erschreckende Ratio 1:25. Und gerade unter Kinder und Junge Leute steigt die Betroffenheit von Asthma zum Beispiel. Ich glaube wir alle kennen den Unterschied von die Kinder von heute mit Allergien und Lebensmittel-Intoleranzen und die Kinder von frühere Generationen wo das sehr selten vorkam. Ich denke wir können annehmen es macht einen Unterschied, ob man sich fernhält von die pflanzliche raffinierte Fette wie Rapsöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Maisöl und vorallem von den teilgehärteten Pflanzenfetten, ohne spezifische Herkunft in lang haltbaren Produkten.

Was sind also Transfette und wo kommen die vor?

Transfettsäuren entstehen sowohl auf natürlichem Weg im Pansen von Wiederkäuern oder aber auch als Nebenprodukt industrieller Prozesse, wie der Härtung von Fetten, der Raffination von Ölen oder dem Frittieren von Lebensmitteln. Dementsprechend finden sich Transfettsäuren in verarbeiteten Lebensmitteln mit teilgehärteten Fetten, in frittierten Lebensmitteln, aber auch in geringen Mengen in Milch- und Fleischprodukten.“  http://www.lebensmittelklarheit.de/forum/transfette

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Transfette sind in industriell hergestelltem Eis, Pommes oder hoch erhitztes Olivenöl. Transfette sind nämlich nicht nur in dem was wir als Fastfood bezeichnen. 

Hydrierung ist wenn Transfette aus pflanzlichen Ölen gebildet werden. Die Doppelbindung von Wasserstoff auf die eine Seite wechselt zu der anderen Seite,  Hört sich nicht so dramatisch an 🙂 Cis-Form wird Trans-Form. Das gibt den günstigen pflanzlichen Fetten mehr von den Eigenschaften, die die teueren stabilen Fette,  gesättigt von Natur aus,  haben.  Die Umwandlung wird chemisch durchzogen unter hohem Druck und eine Temperatur von 180°. Dazu kommen Katalysatoren wie unter anderem Nickel und Aluminium, um den Prozess zu vollenden. Transfette sind teilgehärtete Fette, aber es gibt auch Fettsäuren wo die Härtung weitergemacht wird, um praktisch alle Fettsäuren gerade zu biegen sozusagen. Noch ein Frankenstein Produkt sind die Fettsäuren die chemisch hergestellt werden in der Umesterung. 

Umesterung: Bei diesem Verfahren werden Triglyceride chemisch oder enzymatisch in Glycerol und Fettsäuren zerlegt. Danach werden die Bestandteile willkürlich zusammengesetzt – das heißt, die Fettsäuren werden mit dem Glycerol zu neuen Triglyceriden verestert.

http://www.denkavit.de/login/upload/aktuelles/Fette_-_die_Wurze_im_Ferkelfutter.pdf

 

Irgendwas in unserer zivilisierten Welt läuft gewaltig falsch, wenn es zu die richtigen Fette kommen. 

Aber kann es sein dass unsere „Normalessenden“ (was ist das?) Freunde und Familienmitglieder nicht wissen, wie es deren Entzündungen wie Asthma¹, die Kapazität Fettmasse abzubauen² und Denkvermögen³ negativ beeinträchtigt ?  Nicht zu sprechen von der klaren Verbindung der Einnahme von Transfetten, zur Entstehung von Herz-und Gefäßkrankheiten 4, Krebs und den berüchtigten Zivilisationskrankheiten. Es gibt sogar Verbindungen zu Morbus Crohn. Ich glaube, ja ich denke die sind „eingelullt“ in dem Märchen von ausgewogenem Essen.  Es wird mir schon besser „bekommen“, wo die Ratio von Omega 3:6 in große Teile der Population erschreckend schräg ist. So wie ich resoniert habe, -einem Riegel wird schon nicht die Lade vom Boot kippen – vielleicht …

„All that extra weight went to the abdomen, and some other body fat was redistributed to the abdomen. Computed tomography (CT) scans showed that the monkeys on the diet containing trans fats had dramatically more abdominal fat than the monkeys on the monounsaturated fat. „We measured the volume of fat using CT,“ Kavanagh said. „They deposited 30 percent more fat in their abdomen.“.2

Frei übersetzt; „Der extra Gewicht saß an der Bauch und andere Fettdepots wurden umdistribuiert zum Bauch. Eine Computertomographie CT ,zeigte das die Affen mit der Diät die Transfette beinhaltete, dramatisch mehr Bauchfett hatten , als jene Affen die mehrfach ungesättigte Fette bekommen hatten. „Wir haben das Volumen des Fettes mit dem CT gemessen, sagte Kavanagh. „Die hatten 30% mehr Fett auf dem Bauch“2

In Dänemark haben die sich schon 2003 gegen die Transfette gesetzlich stark gemacht. Die Menge muss gekennzeichnet sein und industriell hergestellte Produkte dürfen nicht mehr als 2% Transfettsäuren im Fettanteil enthalten.  Auch in Österreich, Ungarn, Island, Norwegen und der Schweiz gibt es vergleichbare Höchstwerte.

Die USA gehen noch härter vor und verbieten das Vorkommen von teilgehärteten Fettsäuren in Fertigprodukten. Die dreijährige Übergangsphase ist im Juni 2018 zu ende. Ich bin gespannt, wo die Masse an Transfetten jetzt vermarktet werden soll. Sind die Chinesen oder die Afrikaner schon die Zielgruppe? Ich befürchte es.

Ein großes Dankeschön an Nicole Winter für deine Unterstützung und Korrekturlesen. Wer mehr von Nicole und ihr Team erfahren will, kann in der exzellenten Gruppe „Lchf – gesundes Fett macht schlank“ in Facebook reingucken. Da wo Facebook sich von der sonnigen Seite zeigt.

1.Bolte G, Winkler G Hölscher B, Thefeld W, Weiland SK, Heinnrich J Margarine consumption, astma and allergy in young adults: results of the German National Health Survey 1998, Ann Epidemiol. 2005 Mar; 15(3):207-13

Bolte G et al. Margarine consumption and allergy in Children. AM J Respair Crit Care Med. 2001 Jan;163(1):207-113

  1. Trans Fat Leads To Weight Gain Even On Same Total Calories, Animal Study Shows, Kavanagh and other researchers on the American Diabetes Society report including Janice D. Wagner, Ph.D., D.V.M., John Jeffrey Carr, M.D., Kate Jones, B.S., Janet Sawyer, M.S., and Kathryn Kelly., B.S., all from Wake Forest University School of Medicine.https://www.sciencedaily.com/releases/2006/06/060619133024.htm

3.http://sterlingcare.com/trans-fats-foods-last-longer-memories-dont/

  1. Trans Fatty Acids and Cardiovascular Disease, Dariush Mozaffarian, M.D., M.P.H., Martijn B. Katan, Ph.D., Alberto Ascherio, M.D., Dr.P.H., Meir J. Stampfer, M.D., Dr.P.H., and Walter C. Willett, M.D., Dr.P.H. N Engl J Med 2006; 354:1601-1613April 13, 2006DOI: 10.1056/NEJMra054035, http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMra054035