Insulin, das Chefhormon

Insulin ist das „Chefhormon“ dessen Spiegel im Blut ist ausschlaggebend ist ob wir entweder „Fettgetrieben“ oder „Zuckergetrieben“ sind. Das heißt, ob dein Körper seine Energie vor allem aus Fettsäuren oder aus Glukose gewinnt. Insulin wird in kleinen Zellen, den Langerhans’scher Inseln in der Bauchspeicheldrüse, gebildet.  Insulin ist ein anaboles Hormon und reguliert den Aufbau, Energieeinlagerung (Körperfettdepots)und Zuwachs.

Das Metabolische Syndrom,Metabolisches Syndrom, bewirkt ein chronisch erhöhtes Insulin und Blutzucker. Chronisch erhöhtes Insulin ist sehr ungesund und sieht mit sich viele Begleiterkrankungen. Sein Insulin in Ordnung zu bringen hat hormonell die höchste Priorität, um seine Gesundheit wieder auf ein höheres Niveau zu bringen.

Effekte von Insulin

1) Der Blutzucker wird gesenkt.

Insulin stimuliert den Glukosstransporter GLUT-4, der die Tore zu den Zellwänden öffnet, so dass die Glukose in die Zellen gelangt.
Insulin ist das einzige Hormon dass den Blutzucker senken kann, während fünf andere es erhöhen können. Der (gesunde) Körper strebt immer danach das Blutzuckerlevel in einem strikten Bereich zu behalten, circa 90 bis 125 mg/dl ( circa 4-6 mmol/ Liter.)

2) ein erhöhter Muskelaufbau;  da Insulin stimulierend auf den Transport von Aminosäuren zu den Muskelzellen wirkt und den Muskelabbau hemmt.

3) Erhöhte Fetteinlagerung; Insulin stimuliert das Enzym Lipoproteinlipas, welches die Speicherung von Unterhautfett und Fett in der Leber bewirkt. Außerdem hemmt Insulin das Enzym Lipase, ein Enzym, das Fett aus den Fettdepots freisetzt.
Weiterhin stimuliert Insulin die Umwandlung von Glukose zu Fettsäuren in der Leber, Lipogenese.

4) Es stimuliert die Glykolyse (Abbau von Glukose) und damit die Glukoseverbrennung.

5) Es vermindert die Produktion vom Zuwachshormon.

6) Es erhöht die Produktion von IGF-1.
Das bewirkt einen Zellzuwachs, wobei chronisch erhöhtes Insulin und eine  zu große Stimulation von IGF-1 mit einem abnormal großem Zellzuwachs assoziiert werden und eine Krebsgefahr darstellen.

7) eine erhöhte Produktion von Östrogenen.
Das gilt vor allem für  chronisch erhöhtes Insulin, welches wiederum  eine erhöhte Fettspeicherung bewirkt und damit eine erhöhte Östrogenherstellung  im Fettgewebe.

8) eine erhöhte Produktion von Cholesterin.
Bei chronisch erhöhtem Insulin im  Blut wird das Enzym HMG-CoA-reduktas in der Leber stimuliert. Das Enzym wiederum regt die Herstellung von Cholesterin an.

9) Es verändert die Umwandlung von  T4 zu T3 in der Leber.
Eine kleine Menge Insulin wird für die Umwandlung benötigt, zu hohe Insulin Werte beeinflussen die Umwandlung stattdessen jedoch negativ.

10) Leptinresistenz.
Chronisch erhöhtes Insulin kann das Risiko für eine verminderte Sensibilität für das Sättigungshormon Leptin zur Folge haben. Schlussendlich kann eine totale Leptinresistenz ( kein Sättigungsgefühl mehr) eintreten.

11) Entzündungfördernd!
Chronisch erhöhtes Insulin steigert Entzündungen im Körper.

12)Es hemmt die Ketogenese. Fettsäuren werden in der Leber und die Nieren zu Ketonen umgewandelt.  Das ist ein ständiger Vorgang im Körper, nur das Ausmaß ändert sich durch verschiedene Faktoren.

Quelle; „Optimal Hälsa, Viktminskning“ und Fitness von Jonas Bergqvist, MF-Gruppen

Und ein herzliches Dank an Nicole Winter fürs Korrekturlesen <3

saying-928470